Folge 19 Bodypercussion Interview mit Harald Ingenhag

Bodypercussion – Instrument Mensch

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten in die Welt der Rhythmik und auch der Körperwahrnehmung einzutauchen.

Der Schlagzeuger Harald Ingenhag hat sich seine Neugierde für Neues mehr als erhalten. Inspiriert durch den Brasilianer Pedro Consorte hat er Bodypercussion für sich entdeckt. 

Hier wird der Körper zur Klangfläche. Hierdurch entstehen Rhythmen ohne weitere Utensilien.

Rhythmen entdecken, Körper neu wahrnemen: Ein spannendes Thema, nicht nur für Musiker.

Einige Themen des Gesprächs

  • Schraubendreher im Trommelfell
  • Studium und Kriegsdienst
  • Bodypercussion auf der Bühne
  • Musik hören ohne zu sprechen
  • Inspiration Literatur
  • Ritterschlag vom Kollegen

Musik in der Sendung

  1. „Bye Bye Blackbird“, „Ray Henderson“, Live-Jam mit S. Decker und V. Heinze, 2016
  2. „Aja“, „Steely Dan“, von der CD „Aja“, UMG Recordings 1977
  3. „Le Petit Marcel Va Au Lit“, „Cattleya“, CD „Le Temps Perdu“, Rent A Dog 2004
  4. „Orange Bazar“, „Frank Sichmann Trio“,  CD „Talking Horizon“, Greenhouse Music 2014

Harald Ingenhag

„Ich erinnere mich gerne an dieses Genießen von Musik: Die Zeit bleibt stehen, alles Andere kann warten.“

Harald Ingenhag

1964 geboren, begann mit neun Jahren Schlagzeug zu spielen.

Zeitgleich lernte er Akkordeon, das er aber nach vier Jahren wieder aufgab.

Schon bald spielte er in Bands und hatte großen Spaß daran, sich auf diesem Instrument auszuprobieren. Außerdem begann er zu proben, Sessions zu spielen und erste Auftritte zu absolvieren.

Folglich war das Musik machen  war für ihn seit seiner Kindheit eine Selbstverständlichkeit. Hierzu gehörte auch das Singen (beispielsweise Reinhard-Mey-Lieder auf der Gitarre erschließen) und später auch Klavier spielen.

Genauso wie das intensive Musikhören, dass er mit seinen Freunden zelebriert hat. („…und wir haben nicht gesprochen …“).

Studium  

Nach dem Abitur studierte er aber zunächst Germanistik und Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität zu Düsseldorf, um eine Lehrerlaufbahn einzuschlagen.

Ein damaliger Freund brachte diese Pläne allerdings durcheinander. Er überredete ihn, an der Universtiät / Gesamthochschule Duisburg die Aufnahmeprüfung für ein Musikstudium in Angriff zu nehmen.

Und so kam es, dass er sich unversehens als Musiker wiederfand. Bands gründeten sich, und er stürzte sich mit Eifer auf sein Studium, das ihm großen Spaß machte und ihm die Augen öffnete: „Ja, ich wollte Musiker werden!“

Bandprojekte und Konzerte

Er erhielt Unterricht in Schlagzeug, Gesang und Klavier, begann dann mit etwa zwanzig Jahren, erste Stücke zu schreiben und verfolgte dies weiter bis er schließlich sein eigenes Trio gründete: Cattleya.

Für dieses Ensemble (mit Michel Bisceglia/piano und Volker Heinze/bass) schrieb er auch die meisten Kompositionen.

Die Zusammenarbeit währte etwa zwanzig Jahre lang, wodurch vier CDs in dieser Zeit veröffentlicht wurden.

Seit ungefähr 9 Jahren beschäftigt er sich – inspiriert durch den Brasilianer Pedro Consorte – intensiv mit Bodypercussion.

Er sagt selbst: 

„Als Schlagzeuger war ich es zwar gewöhnt, auch auf mir selbst herumzutrommeln – was im Übrigen nicht immer auf Gegenliebe stieß, wenn ich mich in Gesellschaft befand. 

Aber auf die Idee, diese unterschiedlichen mit dem eigenen Körper erzeugten Klänge (Klatschen, Schläge auf Brustkorb und Schenkel, Fingerschnipsen und Fußstampfen) gleichsam systematisch zu ordnen und zu koordinieren, um daraus durchaus „ernsthafte“ Grooves zu kreieren, war ich bis dahin nicht gekommen.“

Neben seiner stetig wachsenden Bodypercussion-Schülerschaft, unterrichtet Harald Ingenhag Schlagzeug und spielt in Musikprojekten unterschiedlichster Stilistiken.

Aktuelle Projekte (Auszug):

  • Falk Grieffenhagen Quartett
  • Frank Sichmann Trio
  • Bodypercussion Lehrgänge regional und überregional

Discographie (Auszug):

  • Thomas Kessler Group, (Laika Records 1990)
  • Thomas Kessler Group, Untitled, (Laika Records 1990)
  • Cattleya, Le Temps Perdu, (rent a dog 2000)
  • Cattleya, Madeleine, (rent a dog 2003)
  • Cattleya, Diary, (Prova Records 2007)
  • Frank Sichmann Trio, Talking Horizon, (Greenhouse Music 2014)

Hier kannst Du noch etwas forschen:

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Stepptänzer und Bodypercussionist Max Pollak im Interview bei Inspiration Musik

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