Ein curioses Café – Kunst, Konzerte, Gastfreundschaft

Jeder Musiker und bestimmt auch jeder Zuhörer sehnt sich nach einer etwas intimeren Konzertatmosphäre jenseits der großen Massenveranstaltungen.

Marin Ionescu ist ein vielseitiger Mensch. Nachdem er mit seiner Band Sincron in den 70er Jahren in Rumänien große Erfolge feiern konnte, hat er sich zusammen mit seiner Frau Marianne in Deutschland eine Enklave der Kreativität geschaffen. In seinem Café Curioso wird Kunst, Musik und Gastfreundschaft ein Erlebnis für Musiker und Publikum jenseits des Mainstreams.

Trotz schwankender Besucherzahlen und vielen anderen Hürden im Künstler- und Veranstaltungsalltag schöpft Marin Ionesco immer neue Inspiration, um seiner großen Leidenschaft Ausdruck zu verleihen.

Einige Themen des Gesprächs

  • Superstars in Rumänien
  • Das Café zum Wohlfühlen
  • Alte Volkslieder und moderne Rythmen
  • Dank und Tränen für die Quelle der Inspiration
  • Beat Musik der 60er Jahre
  • Problem Vielseitigkeit

Musik in der Sendung

  1. „Haulita de la Gorj“, von der Band „Sincron“, 1964
  2. „Don’t Ha Ha Ha“, „Casey Jones & the Governors“, 1964
  3. „Wenn der Wind zu Dir kommen wird“, „Sincron und der Sänger Cornel Guriță“, 1971

Marin Ionescu

„Im Sommer, wenn der Asphalt weich geworden ist, bin ich sofort ans schwarze Meer gefahren und habe Musik gemacht“

Marin Ionescu mit der Band Sincron

Sincron Tour 1975

Marin Ionescu hat eine bewegte Vergangenheit. Geboren 1949 in Bukarest, lebte er bis zum Jahre 1977 in einem Stadtbezirk in Bukarest. Obwohl seine Eltern beruflich andere Pläne für ihn hatten, kam er nach seinem Abitur und Militärdienst sehr schnell zur Musik und gründete mit Freunden seine erste Band Albatros. „Nur ich bin das schwarze Schaf in der Familie“.

Er hatte schnell Erfolg, spielte sehr viel und trat kurze Zeit Später der Band Sincron bei, mit der er 10 Jahre viele Hits einspielte und auf vielen Festivals konzertierte. Inspiriert von den Shadows („The Shadows“) in den frühen 60er Jahren und von Casey Jones Mitte der 60er Jahre bündelte sich seine musikalische Energie mit der Band Sincron.

Im Jahre 1977 verlässt Marin Ionescu Rumänien und wandert nach Deutschland aus. „Selbstverständlich wollte ich in Deutschland weiter Musik machen“. Das gestaltete sich aber nicht so einfach. Ohne Freunde und Kontakte waren die musikalischen Unternehmungen recht mühselig. Die Existenzsicherung seiner Familie stand für Ihn als Ehemann zu diesem Zeitpunkt im Vordergrund. Zudem hatte er auch wenig Lust wieder in Kellerprobenräumen von vorne anzufangen.

Daher widmete er sich von diesem Zeitpunkt an einer anderen Leidenschaft: Der Kunst. Als gelernter Holzbildhauer hat er wie er selbst sagt, „die meiste Zeit in Deutschland nur gelernt“. So studierte er unter anderem Bild- und Objektdesign und Multimedia Design an der FH in Aachen. Er sieht sich selbst nicht als modernen Bildhauer. Einen großen Einfluss auf ihn hat die Stilkunde ausgeübt. „Meine Frau sagt immer, ich wäre besser im 16. Jahrhundert geboren worden.“

Im Jahre 2004 gründet Marin Ionescu mit seiner Frau das Café Curioso. Zunächst war es Atelier und Antiquitätenladen. Nach und nach kamen eine kleines Café und ein Veranstaltungsraum hinzu. Im Café Curioso vereinen Marin und Marianne Ionescu Musik, Kunst und Gastfreundschaft unter einem Dach. Hier kann man unterschiedlichste Kunstwerke bewundern, anfassen und natürlich auch käuflich erwerben.

Mit der Veranstaltungsreihe des Café Curioso hat Marin mit seiner Frau einen sehr langen Atem bewiesen. Mit viel Geduld und Flexibilität wurden über einen großen Zeitraum teilweise wöchentlich Konzerte unterschiedlichster Musikrichtungen veranstaltet. Entgegen jeglichen Mainstream erhält der Besucher hier ein unvergessliches Konzerterlebnis.

Zusätzlich bietet Marin Iosnescu im Atelier seit kurzem auch Kurse zu den Themen Grafik, Malerei und Bildhauerei an.

 

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